Der Morsecode wurde erstmals 1837 übertragen und feiert damit im September seinen 175. Jahrestag. Der heute bekannte Klopf-Code wurde allerdings nicht vom Namensgeber selbst entwickelt, sondern vielmehr von seinem Mitarbeiter Alfred Lewis Vail.
Der Code, wie Morse ihn erfunden hatte, funktionierte zunächst ähnlich wie ein Seismograph: ein Stift, ein Blatt Papier und ein Pendel, das Morse aus einer alten Uhr entwendete. Ohne Strom verlief die Linie als eine Gerade, bei Stromfluss schlug der Stift aus und zeichnete Zacken. Hieraus mussten Zahlenkombinationen ermittelt werden, die wiederum anhand einer Code-Übersicht entschlüsselt werden konnten.
Vail wandelte die Idee des Stromflusses in einen Stromschlag um und die Maschine wurde mit einem Taster ausgestattet. Er schuf damit das bekannte Klopfgeräusch. Die verschiedenen Kombinationen von kurzen und langen Signalen (und Pausen) können direkt dem Alphabet zugeordnet werden.
Die verschlüsselte Sprache kann per Elektrizität oder Licht gesendet werden. Wenn Schiffe in Not sind, können sie auf die Licht-Übertragung zurückgreifen, vorausgesetzt, dass ein anderes Schiff in Sichtweite ist.
Es gibt auch verschiedene Morsecodes für die unterschiedlichen Alphabete. Es gibt eine eigene Zuordnung für Griechisch, Kyrillisch, Hebräisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch und Koreanisch.
Zum Schluss noch die Erklärung der Überschrift: „..– -… . .-. … . – –.. . -.“ heißt „übersetzen“ in Morse und ist das, was wir am besten können.
Quelle: Die Zeit